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Recycling von Metall-Kunststoff-Verbunden und Hybridwerkstoffen

Themenstellung:

Technische Produkte bestehen häufig aus Metall-­Kunststoff-Verbunden, um die Werkstoffeigenschaften beider Materialkomponenten optimal auszunutzen. So werden komplex geformte Kunststoffe im Automobil- und Sanitärbereich zum Schutz und zur optischen Aufwertung des Kunststoffkorpus galvanisiert. Im Automobil-­ und Elektroniksektor werden metallische Komponenten – wie Verteilerdosen, Kabelsteckverbindungen – mit Kunststoffen umspritzt. Die Metallkerne dieser Komponenten sind aufwendig und passgenau gefertigt und haben einen Wert, der einem Vielfachen der eigentlichen Materialkosten entspricht. Produktionsabfälle solcher Verbundmaterialien können zumeist nicht in ihre Bestandteile zerlegt werden und so wird von der Recyclingindustrie lediglich ein geringer Teil des eigentlichen Materialwertes erlöst. Das Recycling muss sich auf eine Komponente beschränken, wobei die nicht verwertete Komponente den Recyclingprozess in der Regel stört.

Ziel:

Der lösungsmittelbasierte CreaSolv® Prozess wurde entwickelt, um Kunststoffe mit sicheren und selektiven Flüssigkeiten aufzulösen, zu reinigen und damit hochwertige Kunststoffrecyclate zu gewinnen. So ermöglicht dieser Prozess prinzipiell eine Trennung von Metall-Kunststoff-Verbunden und kann sowohl die metallische als auch die polymere Verbundkomponente in guter Qualität recyceln.

 

 

Projektleitung: 
Dr. Martin Schlummer
Fraunhofer-­Institut Verfahrenstechnik und Verpackung IVV
Abt. Verfahrensentwicklung Polymer-Recycling
Giggenhauser Str. 35
85354 Freising
Tel.: 08161-­491-750
Martin.Schlummer@ivv.fraunhofer.de

www.ivv.fraunhofer.de
Projektmitarbeiter: 
Dr. Andreas Mäurer
Andreas.Maeurer@ivv.fraunhofer.de
08161-491-330
Fabian Knappich, M.Sc.
Fabian.Knappich@ivv.fraunhofer.de
08161-491-236